PR Workshop: meine persönlichen Eindrücke

Photo: Ammersee Denkerhaus

Erfolgreiche Pressearbeit in lokalen Medien

Das war der Titel eines Workshops – ein sogenanntes Schnupperma(h)l – im Ammersee Denkerhaus in Dießen am 10. Juli. Den Abend gestalteten Alois Kramer, Herausgeber des lokalen Ammersee Kurier, und PR-Profi Hans-Peter Sander. Sie sprachen darüber, wie man es als Selbstständiger oder Kleinunternehmen schafft, von der örtlichen Presse berücksichtigt zu werden. Wenn das Thema für Dich interessant ist empfehle ich Dir die sehr gute Zusammenfassung von Thomas Schmidt. Hier finden sich eine Menge Tipps aus der Praxis, wie man die Zusammenarbeit mit einer Zeitungsredaktion aufbaut, und wie man eine gute Pressemitteilung schreibt, von den 7W Fragen bis zur Informationspyramide.
Das ist für mich aber nur die eine Hälfte der Geschichte.

Gemeinschaftsbüro statt Home Office?

Ich muß hier ein bißchen ausholen. Das Ammersee Denkerhaus ist ein Coworking Space: Ein flexibles Gemeinschaftsbüro, in dem man Arbeitsplätze monate-, tage- und sogar stundenweise mieten kann. Das ist deutlich günstiger als ein eigenes Büro und eine echte Alternative zum Home Office.
Ich habe selbst eine zeitlang von Zuhause aus gearbeitet und weiß, wie viel Ablenkungen da lauern. Dem kann man noch mit viel Disziplin begegnen. Was ich als noch schlimmer empfand war das Problem des Abschaltens. Ohne Trennung zwischen Arbeit und Privatleben ist es sehr schwer den Kopf frei zu bekommen. Man rutscht schnell in einen 24 Stunden Arbeitstag.

Coworking ist mehr als nur ein Schreibtisch

Arbeiten in der Gemeinschaft ist mehr, als sich Büro, Kopierer und Kaffeeküche zu teilen. Der Workshop über Pressearbeit hat mir wieder einmal klar gemacht, wie viel man von anderen lernen kann. Es ist dabei völlig egal, ob die anderen aus einer ähnlichen oder einer völlig fremden Branche kommen. Der Autohändler, die Verlagskauffrau, die Dame die Bridge-Abende veranstaltet, der CAD-Programmierer – alle stellten im Lauf der Veranstaltung interessante Fragen, brachten eigene Erfahrungen mit ein, zeigten Aspekte auf, an die ich nicht gedacht hätte.
Wenn man alleine vor dem Computer sitzt dann verrennt man sich oft in eine Sackgasse und findet selbst die naheliegendsten Lösungen nicht. Bei der Arbeit in der Gemeinschaft wird der Horizont weiter und frische Ideen kommen wie von selbst.

Hätte ich heute nicht den Luxus eines eigenen Büros, würde ich mich mit Sicherheit für ein Coworking Gemeinschaftsbüro entscheiden. Wie denkst Du darüber? Wäre Coworking eine mögliche Arbeitsform für Dich?

Kommentare

  1. Was ich an meinem Home-Office-Arbeitsplatz so mag: die völlig Unabhängigkeit und Freiheit. Allerdings räume ich ein, dass die Kommunikation mit "Kollegen" dabei auf der Strecke bleibt. Und so ist es halt wie mit allem im Leben: alles hat zwei Seiten. Zur Zeit freue ich mich sehr, dass ich Zuhause arbeite – mit kranken Katzen ist man immer zur Stelle, wenn der Patient einen braucht …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.