Kommt der GLEXIT?

Breitband Internet mit Fiber Optics

Als es um einen möglichen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone ging, wurde der Begriff GREXIT (Greek Exit) erfunden. Der Britische Exit aus der EU hieß dann analog BREXIT.
Ein Ausstieg aus der Glasfaser-Technologie müsste demnach GLEXIT heißen.
Wobei es in Schondorf streng genommen nicht ein Ausstieg wäre, sondern ein Nicht-Einstieg. Das wäre dann der GLANENTRY (Glasfaser Non Entry), aber das klingt mir zu kompliziert.

Exit vor dem Einstieg

Über das Thema Glasfaser habe ich schon ein paar Mal geschrieben.
Bis zum 18. Juli müssen sich 40% der Schondorfer Haushalte für einen Anschluß entschieden haben. Bei weniger Abdeckung lohnt sich der Ausbau nicht, dann ist das Thema gestorben.
Aktualisierung: Der Schlusstermin wurde mittlerweile auf den 8. August verlängert. 
Auf der Deutsche Glasfaser Website für Schondorf kann man sich den aktuellen Stand der Nachfragebündelung ansehen. Aktuell liegt der bei rund 31%. Wenn also nicht bald der große Anmeldeschub einsetzt, wird es wohl nichts mit dem lichtschnellen Internet am Ammersee. Das fände ich aus zwei Gründen sehr schade.

Netflix, Spotify, Skype und Co

Erstens hätte ich selber gerne den Glasfaseranschluss. Zum Surfen im Web mag die Geschwindigkeit heute noch ausreichend sein. Wir alle werden aber in Zukunft die Internetverbindung noch viel mehr für Fernsehen, Filme, Musik oder Telephon nutzen. Da stoßen die Kupferleitungen dann an ihre technischen Grenzen, und auch ein Ausbau auf Breitbandanschluß bringt nur mittelfristig eine Besserung.
Als Herausgeber der Fachzeitschrift Industrial Ethernet Book bin ich beim Thema Netzwerktechnik nicht ganz unbeleckt. Ich habe mit etlichen Fachleuten gesprochen, und diese sind ausnahmslos von der Zukunftssicherheit der Glasfaser überzeugt.

Standortvorteil Glasfaser

Von dem persönlichen Nutzen abgesehen, würde ich es auch schade für Schondorf finden, wenn wir diese Chance verpassen. Für eine gesunde Entwicklung brauchen wir Arbeitsplätze im Ort. Diese entstehen zukünftig am ehesten im „stillen Gewerbe“, also im Computer- und Online-Bereich. Für diese Firmen wird eine schnelle Internetverbindung genauso wichtig, wie es ein Bahn- oder Autobahnanschluss für das produzierende Gewerbe ist.
Der Glasfaseranschluss wäre also eine Gelegenheit, Schondorf zu einem attraktiven Standort für Technologiefirmen zu machen, die qualifizierte Arbeitsplätze im Ort schaffen.
Wenn diese Chance jetzt nicht genutzt wird, kommt sie wahrscheinlich nicht so schnell wieder.  Ich hoffe deshalb, dass wir den GLEXIT vermeiden, und die nötigen 40% der Anschlüsse erreichen.
Anmelden kann man sich am

Servicepunkt Deutsche Glasfaser
Landsberger Straße 3
(ehemals Getränkemarkt Bauer, neben Segeln & Meer)
Schondorf am Ammersee
Dienstag, Donnerstag und Freitag: 10:00 – 18:00 Uhr
Samstag: 10:00 – 15:00 Uhr

Kommentare

  1. Anonym

    "Lasciate ogni speranza, voi ch'entrate!" ( von Dante )

    oder auch anders ausgedrückt:

    „Lasst alle Hoffnung hinter Euch, Ihr, die in den Vertrag mit der Dt. Glasfaster eintretet“.

  2. Anonym

    Etwas mehr Gelassenheit bei bissigen und metaphorischen Kommentaren Herr Ploner, auch wenn es Sie selbst betrifft !
    Leider gehören Sie auch in die Kategorie der Erbsenzähler. Schade !

  3. Anonym

    Stichtag bedeutet ein festgesetzter und verbindlicher Termin.
    Nicht jedoch bei der Dt. Glasfaser.
    Die verlängern die Frist, bis das erforderliche Ergebnis erreicht wird.
    Merkwürdiges und nicht gerade vertrauensbildendes Geschäftsgebaren !

  4. Anonym

    Völlig üblich, damit war doch zu rechnen. Man braucht einen klaren Termin um die Entscheidung zu triggern, wenn es dann noch nicht ganz reicht, dann gibt man eine zweite Chance, dann ist es aber auch vorbei. Nicht vergessen, das ist eine wichtige Infrastrukturmaßnahme für unser Dorf und DG investiert ca. 2 bis 4 Millionen Euro in dieses Glasfasernetz und damit in die Zukunft unserer Gewerbetreibenden und Haushalte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.