Schau mal in den Garten

Vom 6. bis 8. Januar veranstaltet der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) die „Stunde der Wintervögel“. Dabei zählen Freiwillige in ganz Bayern wie viele Vögel sie in einer beliebigen Stunde sehen, und geben diese Daten an den LBV weiter.

Blick in einen verschneiten Garten

Langzeitstudie zu heimischen Vögeln

Sinn der Aktion ist es, fundierte Erkenntnisse über das Verhalten unserer heimischen Vögel im Winter zu erhalten. Wie passen sie sich z. B. am Ammersee an die kalte und futterarme Jahreszeit an? Welche Arten werden durch Winterfütterung gefördert, welche nicht? Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Vögel im Winter aus?

Blaumeise oder Grünfink

Mitmachen ist prinzipiell recht einfach. Man setzt sich am kommenden Wochenende zu einer beliebigen Stunde hin und beobachtet den eigenen (oder auch einen fremden) Garten. Dabei schreibt man auf, welche Vögel man wie oft sieht und schickt die Ergebnisse an den LBV.
Wie gesagt, prinzipiell ganz einfach, wenn man sich mit den Federtieren etwas auskennt.
Ich selbst habe ja größte Schwierigkeiten Sperling und Buchfink, Kohlmeise und Zeisig auseinander zu halten. Zum Glück gibt es auf der Seite des LBV ein Vogel-Wiki mit Bildern und Steckbriefen der 25 häufigsten heimischen Vogelarten.

Buchfink
Photo © Andreas Giessler

Zi zi zi zizizizi Würzgebier

Dort habe ich zum Beispiel gelernt, dass der Buchfink (Fringilla coelebs) eine rotbraune Brust, markante weiße Flügelbinden und eine blaugraue Kappe hat. Sein Gesang besteht aus schmetternden Strophen und klingt nach „zi zi zi zizizizi würzgebier”. Allerdings warnt die Beschreibung, dass „zahlreiche individuelle Varianten und Dialekte“ vorhanden seien.
In Teilen Schwabens sei der Buchfink auch unter dem Namen Kotfink oder Dreckjochel bekannt, was sich auf seine Lebensweise beziehe. Alles klar.
Mal sehen, ob ich am Wochenende einen von diesen kleinen Dreckspatzen am Ammersee sehe.

Stunde der Wintervögel

6. – 8. Januar 2017
www.stunde-der-wintervoegel.de

3 Gedanken zu „Schau mal in den Garten“

  1. Solche Biervögel haben wir auch in unserem Garten. Aber sie verstecken sich gut, ich höre sie meistens nur …
    Als ich noch ein Vogelhäuschen hatte (hab ich nicht mehr – wegen meinen äußerst flinken Katzen), besuchten mich täglich viele Kohlmeisen. Hin und wieder auch ein Dompfaff, das wars dann aber auch schon mit der Vielfalt.
    Einmal konnte ich eine kleine Kohlmeise aus den Fängen meines Katers retten. Das Vögelchen hat die Attacke gut überstanden, brauchte allerdings eine halbe Stunde, um sich wieder zu berappeln. Verständlich, nach so einem schockartigen Erlebnis.
    Hier zu sehen: http://www.diekunterbuntekatzenseite.de/blog/piepmatz-gerettet/

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  2. Theoretisch zählen die schon … aber bei mir verschwinden keine Vögelchen mehr in Katzenmäulern. Die Futterhäuschen hab ich ja entfernt. Im Sinne der Piepmätze – nicht im Sinn meiner Katzen.

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