Optische Täuschung

Auf den ersten Blick sieht das aus wie ein Loch in einem Baumstamm. Ungewöhnlich, aber manchmal kommt das vor, dass sich ein Stamm teilt und weiter oben wieder zusammenwächst.
Das ist aber eine optische Täuschung: In Wirklichkeit ist es das am leichtesten zu übersehende Kunstwerk am Ammersee Skulpturenweg.

Kreislauf des Lebens

Die „Reflexion“ von Axel Wagner ist ein in einen toten Baum eingelassener Spiegel. Dieser Spiegel reflektiert den gegenüberliegenden Wald.
So spiegelt sich das Lebendige im Abgestorbenen, das Neue im Alten. Ich sehe diese Skulptur als eine Reflexion über den Kreislauf des Lebens. Irgendwann wird die abgestorbene Eiche umstürzen, zerfallen und so wieder zum Nährboden für Neues werden.

Genau hinsehen

Das fügt sich sehr gut in die urwüchsigen Natur am Ammerseeufer. Ich finde, die „Reflexion“ passt auch deshalb so gut zum Skulpturenweg, weil sie zum genauen Hinschauen erzieht. Alleine um sie überhaupt zu entdecken, muss man den Wald am Wegesrand aufmerksam betrachten. Ich habe selber recht lange gebraucht, um diese Installation zu entdecken. 
Wer die Skulptur partout nicht finden kann: Sie steht am Weg von Schondorf nach Eching, gegenüber der auffälligen blauen „Welle“ von Hans Illner.

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