Stadtradeln ein voller Erfolg

Für mich persönlich war das Stadtradeln 2017 ein wirklicher Erfolg. Kurz zur Erinnerung: Bei dieser bundesweiten Aktion geht es darum, innerhalb von drei Wochen möglichst oft auf das Auto zu verzichten, und stattdessen mit dem Rad zu fahren. Am Ammersee fand das Stadtradeln heuer vom 25. Juni bis 15. Juli statt.

Stadtradeln vom Ammersee nach Grafrath
Mit das Schönste am Radfahren: Die Kaffeepause.

Es kommt nicht auf die Kilometer an

Der Erfolg war für mich aber nicht wieviel Strecke ich gemacht habe, sondern wie. Im Gegensatz zu den letzten Jahren, war es heuer nämlich ein fröhliches Gemeinschaftserlebnis.
Das begann schon beim Auftakt am 25. Juni mit der Sternfahrt nach Thaining. Das Wetter war zwar nicht gerade optimal (es goss aus Kübeln), aber unsere Schondorfer Organisatorin Barbara Freier verbreitete einen ansteckend Optimismus („Das lässt gleich nach, ich sehe dass die Wolken aufreißen“). So kamen wir platschnaß aber fröhlich in Thaining an, wo wir ausgesprochen herzlich empfangen wurden.

Stadtradeln 2017 in Thaining
Die Stadtradler in Thaining

Buntes Programm in Thaining

Es gab Blasmusik zur Begrüßung, eine trockene Halle zum aufwärmen, und für Verpflegung war gesorgt. Die Thaininger zeigten uns stolz die in schönem Bauernbarock ausgestattete Wallfahrtskirche St. Wolfgang und das liebevoll restaurierte Rochlhaus. Außerdem wurde an diesem Tag der in Eigenregie aufgebaute Dorfladen eröffnet.
Es hätte sogar freien Eintritt ins Schwimmbad gegeben, aber die 70 Stadtradler aus dem ganzen Landkreis hatten bis dahin schon genug Wasser gesehen. Sehr nette Leute, die Thaininger. Und übrigens auch sehr tüchtige Stadtradler, die mit insgesamt 33.078 km bundesweit im Vorderfeld liegen.

Vom Ammersee nach Grafrath

Mit dem Fahrrad vom Ammersee nach Grafrath
Blick über das Ampermoos

Für den Rest des Stadtradelns konnten die Regenklamotten zum Glück im Schrank bleiben. Eine gemeinsame Ausfahrt ging von Schondorf durch den Wald bei Mauern nach Grafrath. Dort stärkte sich unsere Truppe bei Kaffee und Kuchen im sehr charmanten Cafe Bella Martha.
Auf dem Rückweg schauten wir uns noch den Naturbeobachtungsturm bei Kottgeisering an, wegen seiner originellen Form „Vogelturm“ genannt.

Craft Bier und Tromposound

In der letzten Woche gab es noch eine gemütliche Feierabendtour nach Dießen. Das sind zwar nur 12 km, aber der Ausflug zog sich länger hin als gedacht. Im Craft Bräu spielte an dem Abend nämlich Tromposound (sicher extra wegen uns). Die Stimmung war prächtig und das Pale Ale schmeckte wunderbar süffig.
Die Rückfahrt dauerte deshalb deutlich länger als der Hinweg, und wir kamen erst spät in der Nacht nach Schondorf zurück.

Vorfreude auf 2018

Bei solchen gemeinsamen Ausflügen macht das Stadtradeln einfach mehr Spaß, als wenn man einsam Kilometer sammelt. Das zeigte sich dann letztlich auch in meiner Bilanz: Mit 203 km habe ich heuer immerhin ein gutes Drittel mehr geschafft als letztes Jahr (https://schondorf.blog/2016/10/12/wo-bin-ich-da-nur-hingeraten/). Mein Team Velo et Vin liegt nicht unerwartet auf dem letzten Platz in Schondorf. Das passt zu unserem inoffiziellen Motto „Promille statt Kilometer“.
An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal herzlich bei den Schondorfer Stadtradel-Organisatoren Barbara Freier und Herbert Thalhofer. Ich hoffe, sie stellen auch nächstes Jahr wieder so ein schönes Programm zusammen.

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