Weilheimer Passagen

Der Künstler Thorsten Fuhrmann aus Huglfing
Thorsten Fuhrmann bei „the artist is present“ in der Galerie Kunstforum

Am 24. Februar eröffnet die Ausstellung „Passagen“ von Thorsten Fuhrmann im Stadtmuseum Weilheim. Das ist nun ein Stückchen weg vom Ammersee, aber es gibt eine Verbindung zu Schondorf: Der Künstler war so nett mich einzuladen, zur Eröffnung ein paar Worte zu sprechen.

Ein Kunstverrückter

Eigentlich wollte ich als Motto für meine Einführung ein Zitat von Andrea Nahles wählen: „Jetzt gibt’s in die Fresse!“ Der Künstler will aber kein lebenslängliches Hausverbot riskieren, weshalb ich den Titel noch etwas abmildern werde. Es hätte aber gut gepasst, denn Thorsten Fuhrmann macht keine nette, dekorative Kunst, sondern verlangt dem Betrachter einiges ab. Auch ich stehe manchmal vor seinen Arbeiten und wundere mich, was das nun wohl bedeuten soll.

Von der documenta-Halle nach Weilheim

Kennen gelernt habe ich Thorsten Fuhrmann bei einer Ausstellung von Mail Art im Atelier5B. Seither habe ich verschiedene seiner Aktionen miterlebt: Mal in einem aufgelassenen Schuhgeschäft, mal am Rand einer monströsen Baugrube, mal im „Job-Center“. Das war oft lustig, meistens poetisch, manchmal verstörend – aber nie langweilig. Auf jeden Fall freue ich mich darauf, für und über diesen im besten Sinne Kunstverrückten zu sprechen.
Aktuell sind seine Arbeiten auch in der documenta-Halle in Kassel zu sehen, wo er sich an der Aktion „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ beteiligt. Dort hängt sein Beitrag zwischen Arbeiten von A. R. Penck, Rosemarie Trockel, Rupprecht Geiger oder Klaus Staeck – keine schlechte Gesellschaft.

Thorsten Fuhrmann – „Passagen“

Eröffnung 24. Februar 2018, 11:00 Uhr
Ausstellung: 24. Februar bis 8. April 2018
jeweils Di. – Sa. 10:00 – 17:00 Uhr und So. 14:00 – 17:00 Uhr
Stadtmuseum Weilheim
Marienplatz 1
www.museum.weilheim.de


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