Mehr Parkplätze

Fahrradständer Herrsching am Ammersee
Fahrradgarage in Herrsching

Bei der Gemeinderatssitzung am 7. März stellte das Planungsbüro Treiber/Neudert die Pläne für eine Neugestaltung der Schondorfer Ortsmitte zwischen Bahnhof und Rathaus vor. Mir hat an den Ideen gut gefallen, dass bei der Planung ausnahmsweise einmal nicht der Autoverkehr im Vordergrund steht.

Fußweg durch den Rathauspark

Treiber/Neudert sind von der Gemeinde beauftragt, Konzepte für die Ortsmitte, also das Areal zwischen Uttinger- und Bahnhofstrasse zu entwickeln. Generell wollen die Planer den Bereich zwischen Bahnhof und Rathaus zugänglicher machen, und zu einer Begegnungszone umgestalten. Dazu gehört beispielsweise der Vorschlag, den Gemeindepark mit einem Fußweg wieder zu erschließen. Aktuell gibt es keinen Weg durch die Grünfläche zwischen Jugendhaus und Sparkasse. Das finde ich als leidenschaftlicher Fußgänger natürlich ausgesprochen gut. Außerdem könnte hier auch eine Verbindung für Radfahrer geschaffen werden.

Garage für Fahrräder

Eine weitere Idee des Plans ist die Errichtung einer modernen Fahrradgarage am Bahnhof. Eine zweistöckige Anlage würde hier eine moderne Abstellmöglichkeit für 80 Räder schaffen. Ich kenne eine solche Fahrradgarage vom Bahnhof in Herrsching. Dort gibt es sogar Schließfächer, um teure Räder sicher aufzubewahren.
Generell kam der Vorschlag gut an, bis sich herausstellte, dass dafür 5-8 Parkplätze für Autos wegfallen würden. Da war einigen Gemeinderäten das Entsetzen förmlich ins Gesicht geschrieben. Es ist, wie ich 2015 schon einmal gesagt habe: Den Autoverkehr betrachten wir als eine Art Naturgewalt, an die wir uns anpassen müssen.
Versöhnlicher wurde die Stimmung im Sitzungssaal, als die Planer eine Idee für weitere Autoparkplätze auf den Tisch legten. Über dem Edeka-Parkplatz könnte man ein zweites Parkdeck errichten. Das würde etwa zusätzliche 60 Stellplätze schaffen, und den Wegfall an Parkmöglichkeiten durch die Fahrradgarage mehr als kompensieren. Allerdings muss das natürlich zuerst mit den Betreibern des Marktes besprochen werden, die von den Plänen wohl noch nichts wissen.
Mich hat gewundert, warum man nicht die Güterhalle als Fahrradgarage nutzen kann. Dann hätte diese einen praktischen Nutzen, und die Autostellplätze blieben erhalten. Mit einem Doppelstockparker müsste man hier doch auch 50 Räder unterbringen können.


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