Abschluss und Nachschlag

Am 25. Juli beendete die Akkordeonistin Annette Rießner ihre Live-Jukebox-Konzerte mit einem Auftritt im Schondorfer studioRose. Hier musizierte sie zusammen mit dem Harmonikaspieler Johannes Sift. Jetzt gibt es noch einen kleinen Nachschlag. Sift kommt am Sonntag, 2. August noch einmal ins studioRose. Er spielt zum Abschluss der Ausstellung mit Bildern von Max Raffler.

Die Gartenzaun-Jukebox-Konzerte

Wegen der Corona-Beschränkungen fanden diesen Sommer viele Konzerte nur als Livestreams im Internet statt. Einen anderen Weg ging Annette Rießner (http://www.annetteriessner.de/). Im Garten ihres Hauses in Dießen trat sie regelmäßig als menschliche Jukebox auf. Man suchte sich am Gartenzaun eines der angebotenen Stücke aus, warf einen Obolus in die Kasse und die Akkordeonistin spielte dann das Gewünschte. Dank dem Zaun wurde der erforderliche Hygieneabstand eingehalten, und es war trotzdem ein Gespräch mit der Musikerin möglich. Diese Gartenzaun-Jukebox kam beim Publikum ausgesprochen gut an, und auch die Medien berichteten darüber, beispielsweise in der Sendung heute in Deutschland des ZDF: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-in-deutschland/musikwunsch-am-gartenzaun-100.html

Abschluss im studioRose

Zum Abschluss dieser kleinen Konzertreihe kam Rießner letztes Wochenende zusammen mit dem Harmonikaspieler Johannes Sift in den Garten des studioRose in Schondorf: https://studiorose.de/2020/06/29/annette-riessner-und-johannes-sift/
Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Spätestens seit den Kapellenkonzerten der letzten Ammerseerenade (Musikalische Kapellenrunde) und dem Kunstprojekt Grundrauschen (Unser Papierfall) bin ich ein Fan der Dießener Akkordeonistin.

Annette Riessner, Silvia Dobler und Johannes Sift im studioRose
Annette Riessner, Kuratorin Dr. Silvia Dobler und Johannes Sift

Jetzt ist erst einmal Schluss mit der Gartenzaun-Jukebox, aber am 2. August gibt es noch einen Nachschlag. Johannes Sift kommt noch einmal in den Garten des studioRose, zum Abschluss der Ausstellung Wunderbar naiv: Max Raffler (https://studiorose.de/2020/05/06/wunderbar-naiv-max-raffler/).

Eine späte Entdeckung

Den Großteil meines Lebens waren für mich Harmonika und Akkordeon einfach Quetschen. Für mich standen sie für das Gedudel im Musikantenstadel und bei den allgegenwärtigen Original Tyrolean Evenings in meiner Geburtsstadt. Erst vor etwa zehn Jahren stieß ich zufällig auf die Musik von Pauline Oliveros. Dabei merkte ich, welche interessanten Töne sich diesen Instrumenten entlocken lassen. Seither habe ich ein gewisses Faible für die Ziehharmonika entwickelt.

Johannes Sift und seine Ziach

Das können experimentelle Klänge sein, wie sie bei Rießner manchmal zu hören sind, aber auch ursprüngliche Volksmusik, wie sie Johannes Sift spielt. Der ist einerseits fest in der musikalischen Tradition Schwabens und Oberbayerns verwurzelt. Er schaut aber auch gerne über diesen kulturellen Tellerrand hinaus. Sift interessiert sich lebhaft für Volksmusik aus anderen Ländern, bis hin zu jüdischem Klezmer aus Osteuropa und Amerika.

Johannes Sift und Frl. Rosa
Auch Frl. Rosa hört begeistert zu

Dieses lebhafte Interesse spürt man nicht nur in seiner Musik, sondern hört es auch zwischen den Stücken. Der Harmonikaspielser aus Klosterlechfeld gehört nicht zu den Musikern, die einfach kommentarlos ihr Programm herunterspielen. Im Gegenteil, er erzählt gerne und mit einem ansteckenden Enthusiasmus Hintergründe und Anekdoten zu der Musik, die er spielt, und erklärt die Feinheiten seiner Ziach.
Kurz gesagt, ich freue mich auf einen ausgesprochen unterhaltsamen Abend im studioRose.

Johannes Sift im studioRose

2. August 2020, 18:00 Uhr
studioRose, Bahnhofstrasse 35
Schondorf am Ammersee
https://studiorose.de

Schreibe einen Kommentar