Die Greifenbergerstraße ist jetzt so schön wie nie zuvor, zumindest schöner als ich sie je erlebt habe. Wir sind vor 15 Jahren nach Schondorf gezogen. Schon damals sah der Fahrbahnbelag an dieser Stelle ziemlich pockennarbig aus. Das wurde über die Jahre natürlich nicht besser. Zuletzt war das Straßenstück in einem Zustand, wie man ihn sonst aus halbverlassenen Dörfern im hintersten Brandenburg kennt. Ende letzten Jahres wurde dann die Sanierung der Greifenbergerstraße begonnen, die jetzt beendet wurde.
Sanierung der Greifenbergerstraße
Seit rund einer Woche kann die Verbindung zwischen Bahnhof- und Brunnenstraße wieder befahren werden. Die Asphaltdecke ist jetzt glatt und sauber. Das hat auch für mich als Fußgänger seine Vorteile. Bei Regen werde ich von vorbeifahrenden Autos nicht mehr aus knöcheltiefen Pfützen nassgespritzt.

Bei den Sanierungsarbeiten wurde auch der Gehsteig gepflastert. Mir gefällt der neue Belag sehr gut. Wenn ich mich richtig erinnere, soll in Zukunft auch auf den Gehsteigen entlang der Bahnhofstraße dieses Pflaster verlegt werden. Der ganze Straßenzug hätte dann ein einheitliches, ordentliches Gesicht, statt des jetzigen Flickenteppichs.
Nägel mit Köpfen
Was mir gefällt ist, dass gleich Nägel mit Köpfen gemacht wurden. Da die Straße ohnehin aufgerissen war, nahm man sich auch gleich die darunterliegenden Leitungen vor. Strom- und Glasfaserkabel, Gas- und Wasserleitungen wurden soweit notwendig neu oder anders verlegt. Die schön glatte Asphaltdecke sollte uns also jetzt eine Zeitlang erhalten bleiben.

Ich bin mir sicher, dass das für unser Bauamt eine logistische Herausforderung war. Unternehmen wie Telekom oder Eon kommen nicht gleich angesprungen, wenn die Gemeinde Schondorf ruft. Das war sicher eine knifflige Aufgabe, alle Termine unter einen Hut zu bringen.
Deutsche Gründlichkeit
Die Leitungen waren anscheinend auch ein Grund, warum sich die Bauarbeiten zur Sanierung der Greifenbergerstraße länger hinzogen als geplant. Ich meine, dazu eine Meldung unter https://www.schondorf-ammersee.de/aktuelles gesehen zu haben. Die ist jetzt allerdings nicht mehr auffindbar. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde erst beim Aufgraben bemerkt, dass einige Rohrleitungen nicht in der vorgeschriebenen Tiefe lagen, was dann korrigiert werden musste.

Das hat mein Bild von unserem Land schon ein bisschen erschüttert. Ich hätte gedacht, dass alle jemals durchgeführten Bauarbeiten mit deutscher Gründlichkeit dokumentiert sind; dass man praktisch nur einen Aktenordner aus dem Regal holen muss, um zu sehen, was seit König Ludwigs Zeiten wo und wie tief verlegt worden ist.
Die Umleitungsstrecke
Anscheinend ist das nicht so, und deshalb hat es ein paar Wochen länger gedauert. Für mich war das lästig, weil ich ausgerechnet in dieser Zeit öfters zu einer Adresse Am Griesfeld fahren musste. Das ging dann nur über die weiträumige Umleitung über Staatsstraße, Wasserwerk und Brunnenstraße.

Diese Umleitungsstrecke wird nach der Sanierung der Greifenbergerstraße vermutlich wieder zurückgebaut werden. Ich hoffe, sie bleibt wenigstens als Schotterweg erhalten. Für Radfahrer, die von Norden kommen, ist sie nämlich eine verkehrsarme Alternative zur Fahrt entlang der Staatsstraße (So könnte es bleiben).