Christbaum-Entsorgung

Zwei, drei Wochen hat er viel Freude gemacht, dann entwickelt er sich zum Problemfall: der Christbaum. Wohin mit den Tannen und Fichten, wenn sie anfangen, ihre Nadeln zu verlieren? In Schondorf bietet die Wasserwacht auch dieses Jahr wieder eine Christbaum-Entsorgung. Mit einer Banderole gekennzeichnete Bäume werden am 10. Januar vor der Haustüre abgeholt.

Vom Prachtstück zum Problemfall

Egal wie schön der Christbaum ist, etwa ab Dreikönig macht das Nadelgehölz seinem Namen immer weniger Ehre. Die Nadeln verteilen sich immer schneller in allen Ritzen und Winkeln der Wohnung, und übrig bleibt das nackte Gehölz. Spätestens dann ist es Zeit, Lametta, Lichterketten, Christbaumkugeln und Weihnachtsschmuck vom Baum zu nehmen. Wohin nun mit dem traurigen Rest?

Der Schondorfer Wunschbaum vor der Kirche St. Jakob
Weihnachtsbaum in der Seeanlage

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten der Christbaum-Entsorgung. Wer einen Kamin hat, kann den Baum nach entsprechender Trocknung als Brennholz verwenden: Gartenbesitzer können mit den Zweigen ihren Kompost auflockern oder sie zu einem Reisighaufen aufschichten, in dem Kleintiere Unterschlupf finden.

Nicht in die Biotonne

Für kleinere Bäume erscheint die Biotonne als verlockende Alternative. Das ist aber nicht erlaubt, erklärt das Abfallwirtschaftsamt (https://www.abfallberatung-landsberg.de/aktuelles/eintrag/richtige-entsorgung-von-christbaeumen/). Das Baumholz eignet sich wohl nicht für die Kompostierung. Wieder etwas gelernt, was nicht in die Biotonne darf (2000 Euro in der Tonne).

Erlaubt ist allerdings, den Baum an einem Containerplatz zum Grünschnitt zu werfen. Dazu muss er in Stücke von maximal einem Meter Länge zerschnitten werden. Das Ergebnis dieser Art der Christbaum-Entsorgung kenne ich: Die abfallenden Nadeln verteilen sich bei der Aktion nicht nur in der Wohnung, sondern auch im Treppenhaus und im Auto (wo man sie noch Monate später an den unmöglichsten Stellen findet).

Wasserwacht zu Hilfe

Es ist also nicht einfach, den Christbaum loszuwerden. Zum Glück kommt Hilfe von unerwarteter Seite, nämlich von der Wasserwacht (https://www.wasserwacht-schondorf.de/).

Vereine in Schondorf auf dem Christkindlmarkt, hier Franzi Königl von der Wasserwacht
Lebensrettung, Glühwein, Christbäume – Franzi Königl von der Wasserwacht hilft in allen Lebenslagen

Da zurzeit keine hilfsbedürftigen Wassersportler auf dem Ammersee unterwegs sind, hilft die Wasserwacht auf andere Weise. Sie bietet einen Holdienst für die Christbaum-Entsorgung in Schondorf und Greifenberg an.

Den Baum einfach vor die Tür stellen

Das funktioniert so: Bis zum 9. Januar besorgt man sich eine Banderole für die Christbaum-Entsorgung. Die gibt es für 4 € im Schondorfer Rathaus, bei der Bäckerei Lindner und bei der Metzgerei Gall in Schondorf oder Greifenberg.

Dann stellt man den Baum mit der Banderole am 10. Januar morgens gut sichtbar vor die Haustüre. Der Weihnachtsschmuck muss davor natürlich abgenommen werden. Dann kommt die Wasserwacht mit einem Schlepper vorbei und man ist das Ding los, ohne dass man sich darum kümmern muss.

Vier Euro finde ich für diesen Service einen absolut angemessenen Preis. Die Mitglieder der Wasserwacht wollen schließlich ein bisschen was für die Vereinskasse sammeln, wenn sie schon bei Eiseskälte stundenlang auf einem offenen Wagen im Ort unterwegs sind.

Die Bäume werden übrigens zu Hackschnitzeln verarbeitet. So erfüllen sie noch einen Zweck als CO₂-neutrales Brennmaterial.

Schreibe einen Kommentar