Vorweg eine Entwarnung: Nur weil ich für die Gemeinderatswahl in Schondorf kandidiere, wird das die nächsten Wochen kein persönliches Wahlkampf-Blog. Ich möchte nur einmal auf die Fragen eingehen, die mir jetzt recht häufig gestellt werden: Warum will ich mich politisch engagieren, warum gerade jetzt und warum mit der Wählervereinigung FWS?
Der Mann in der Arena
Seit wir 2010 nach Schondorf gezogen sind, beteiligen meine Frau und ich uns aktiv am Leben im Ort und verfolgen die kommunalpolitischen Entscheidungen. Seit 2014 schreibe ich darüber auch in meinem Schondorf.Blog und besuche dazu ziemlich regelmäßig die Sitzungen des Gemeinderats. Sinnbildlich habe ich das Geschehen auf dem Spielfeld aus der Sprecherkabine verfolgt und kommentiert.

Jetzt will ich in die Arena gehen, wie es der ehemalige US-Präsident Theodore Roosevelt in einer Ansprache an der Pariser Sorbonne genannt hat (Eine auch heute noch beeindruckende Rede, die man hier nachlesen kann: https://de.wikipedia.org/wiki/Citizenship_in_a_Republic). Ich will also auch mal Tritte gegen das Schienbein bekommen und ausgebuht werden.
Eine entscheidende Wahl
Warum gerade jetzt? Weil mir die Ausgangslage vor der Gemeinderatswahl in Schondorf Sorgen macht. Die sieht nämlich so aus: CSU oder Grüne werden den Bürgermeister stellen, weil es keine anderen Kandidaten gibt. Beide Parteien haben aktuell je 7 der 16 Sitze im Gemeinderat. Es braucht also nur eine kleine Veränderung – nur einen Sitz mehr – damit die Bürgermeisterpartei zukünftig die absolute Mehrheit im Gemeinderat hat.

Es stimmt, bis jetzt klappt die Zusammenarbeit im Gemeinderat gut und weitgehend friedlich. Das liegt aber sicher auch daran, dass eben keine Partei die absolute Mehrheit hat. So müssen Argumente ausgetauscht und Lösungen in der Diskussion gefunden werden. Das ist für mich ganz wesentlich für eine funktionierende Demokratie. Deshalb wünsche ich mir auch für die Zukunft starke, unabhängige Stimmen im Gemeinderat.
Darum FWS
Seit gut 45 Jahren bin ich wahlberechtigt, und die Parteien haben mich in dieser Zeit ziemlich zermürbt. Vor jeder Wahl höre ich, dass es jetzt den großen Schub gibt und die bestehenden Probleme entschlossen angepackt werden. Kaum eine Woche nach Auszählung der Stimmzettel verfallen die Parteien dann verlässlich wieder in Streitereien und kleinlichen Hickhack. So sind die politischen Überzeugungen meiner Jugend langsam zerbröselt.
Deshalb kandidiere ich für die FWS, eine Wählervereinigung, die allen offen steht, die keiner Partei angehören.
Die freie Wäh …
Weiter komme ich meistens nicht, wenn ich gefragt werde, für wen ich kandidiere. Nach „Für die freie Wäh …“ winken die meisten schon ab und sagen, dass sie mit der Truppe von Herrn Aiwanger nichts am Hut hätten. Dabei hat die FWS Freie Wählergemeinschaft Schondorf (https://waehlergemeinschaft-schondorf.de/) mit der Partei Freie Wähler absolut nichts zu tun. Sie ist ein Verein, der parteifreien Bürgern ermöglicht, in der Lokalpolitik aktiv zu werden.

Außerdem gibt es die Schondorfer Freie Wählergemeinschaft schon deutlich länger. Sie wurde 1990 von dem damaligen Bürgermeister Gerd Hoffmann gegründet. Da machte Hubert Aiwanger gerade erst sein Abitur.
Die Zukunft des Schondorf.Blog
Ich bin auch schon ein paarmal gefragt worden, wie es mit dem Schondorf.Blog weiterginge, falls ich bei der Gemeinderatswahl in Schondorf gewählt werde. Die Antwort ist ganz klar: das Schondorf.Blog werde ich auch weiterhin betreiben. Möglicherweise kommen dann mehr kommunalpolitische Themen vor, weil ich dann keine Ratssitzung mehr versäume. Das muss man aber erst noch sehen.
Damit genug der Eigenwerbung, ab jetzt wird wieder ganz neutral berichtet. Falls ihr mehr über unsere Kommunalpolitischen Ziele wissen wollt, gibt es hier kleine Vorstellungen von Adela Ploner und Leopold Ploner. Ansonsten äußere ich mich politisch auf Facebook unter https://www.facebook.com/lploner/.
Leider benutzen Sie nun den von mir durchaus geschätzten Blog für politische Werbung. Damit haben Sie leider ihre journalistische Unabhängigkeit und Unvoreingenommenheit verlassen – schade!
Eine Einstellung, die ich akzeptieren muss.
Selber bin ich aber der Meinung, dass Unabhängigkeit und Unvoreingenommenheit ein politisches Engagement nicht ausschließen. Ganz im Gegenteil: Genau darum möchte ich in den Gemeinderat, um dort eine unabhängige und unvoreingenommene Stimme einzubringen.
Das farbenfroh-optimistische Outfit von Adela finde ich wunderbar!
Ja, das ist schon ein Blickfang. Genauso bunt und ungewöhnlich wie ihre ganze Persönlichkeit.
Was für eine schöne Liebeserklärung an die eigene Ehefrau!
Na dann viel Erfolg!
Wir brauchen Gemeinderäte, die die Interessen der Mehrheit der Schondorfer vertreten und nicht nur die weniger Priviligierter.
Vielen Dank, schauen wir mal, wie sich die Schondorfer entscheiden werden. Allerdings weiß ich jetzt schon, dass sich der nächste Gemeinderat nicht beliebt machen wird. Angesichts der düsteren Haushaltslage wird er viele unpopuläre Entscheidungen treffen müssen.