Heute Abend startet das Klassik-Festival Ammerseerenade mit einer Eröffnungsgala in Herrsching. Es folgen Konzerte in Utting, Achselschwang, Türkenfeld und Andechs. Schondorf klinkt sich erst am 30. August im Rahmen des Kapellentages als Spielort in diese musikalische Landpartie ein.
Die Ammerseerenade
Das vom Schondorfer Verein Kultur am Ammersee organisierte Klassikfestival Ammerseerenade hat sich über die Jahre mit seinem ungewöhnlichen Konzept bestens etabliert. Es holt hochkarätige Kammermusik heraus aus den üblichen Konzertsälen und bringt sie aufs Land, in eine rustikale Umgebung. Alleine dieser Ortswechsel gibt der Musik eine neue Note, macht sie lebendiger, leichter, lebensfroher.

Seit letztem Jahr haben die Geschwister Kirill und Alexandra Troussov die künstlerische Leitung für diese musikalische Landpartie. Sie haben ihre Kontakte spielen lassen und eine Reihe exzellenter Künstler an den Ammersee gelockt (https://www.ammerseerenade.de/). Bei der Eröffnungsgala in Herrsching spielen die Troussovs zusammen mit Simon Luethy, Maxim Rysanov und Dora Kokas. Mit dabei ist auch der Schauspieler Heino Ferch. Passend zum musikalischen Programm liest er aus Briefen von Johannes Brahms, Clara und Robert Schumann.
Musikalische Fahrradpartie
Natürlich bin ich ein bisschen traurig, dass in der ersten Festivalwoche kein Konzert in Schondorf stattfindet. Andererseits liegen die Spielorte größtenteils in fahrradfreundlicher Umgebung. Da am kommenden Sonntag auch die Aktion Stadtradeln startet (https://www.stadtradeln.de/), kann man einen kleinen Radausflug mit musikalischem Genuss verbinden.
Zum Aufwärmen bietet sich am 13. Juni das Konzert Masters & New Generation in Utting an. Hier treffen sich etablierte Stars und aufstrebende Talente zum musikalischen Dialog. Ein generationenübergreifender Abend in der ganz besonderen Akustik der Barockkirche Mariä Heimsuchung.

Am 16. Juni kann man dann nach Achselschwang radeln. Dort spielt in der Feldscheune das Janoska Ensemble Vivaldis Vier Jahreszeiten. Diese Komposition haben sicher die meisten schon einmal gehört, aber sicher nicht in dieser Form. Die vier Brüder aus Wien spielen Vivaldi mit der Energie einer Rockband und streuen auch ein paar improvisierte Passagen ein.
Das Schweinsbratenkonzert
Bayerisch-deftig wird es am 19. Juni mit Tuba, Violine, Cello, Akkordeon und Schweinsbraten. Tuba-Virtuose Andreas Martin Hofmeir steht zusammen mit dem Trio Wellcaru im Wirtshaus Zum Unterbräu in Türkenfeld auf der Bühne. Wie der Name schon vermuten lässt, sind an dem Trio Mitglieder der legendären Well-Familie beteiligt, nämlich Matthias (Violine) und Maria (Cello). Dritter im Bunde ist der moldawische Akkordeonist Vladislav Cojocaru.

Das Finale am 19. Juni bietet dann eine durchaus anspruchsvolle Fahrradstrecke, nämlich hinauf zum Florian-Stadl auf dem Klosterberg Andechs. Der Weg lohnt sich aber, denn die Besucher erwartet ein Feuerwerk der Romantik. Die Troussov-Geschwister haben hochkarätige Mitmusiker eingeladen, um Schuberts Forellenquintett und Mendelssohn Bartholdys Klaviersextett in D-Dur aufzuführen.
Kapellentag und Liberation Concert
Damit ist der erste Teil dieser musikalischen Landpartie beendet. Weiter geht es nach einer Sommerpause mit dem Kapellentag am 30. August (Mehr als nur ein Klassikfestival) und der Happy Classic Hour am 12. September. Traditioneller Abschluss ist das Liberation Concert in St. Ottilien, das diesmal am 26. September stattfindet. Das komplette Programm findet man auf https://www.ammerseerenade.de/
Sehr geehrter Herr Ploner, seit wenigen Monaten in diesem wunderbaren Schondorf lebend, wurde mir von Freunden Ihre Website empfohlen. Und ich darf sagen: klasse gemacht!
Mit freundlichen Grüßen
Peter Altmann
Vielen Dank, ich freue mich sehr über dieses Lob.