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Gelungene Premiere

Dorfmarkt Schondorf in der Bahnhofstrasse

Am 14. September fand er nun erstmals statt, der lange erwartete Dorfmarkt Schondorf (siehe Der Schondorfer Wochenmarkt kommt). Es war schon spannend in den Tagen davor: Würden genug Anbieter auf dem Markt sein, würde sich der Standort am Bahnhof bewähren, und würden genug Schondorfer zum Einkaufen kommen? Die Antwort ist ja, ja und ja.

Appetitliches Angebot

Ich war vermutlich nicht der einzige, der vorher etwas Zweifel hatte. Niemand wusste, ob der Dorfmarkt Schondorf am Freitag trotz der samstäglichen Konkurrenz in Utting und Dießen für genug Fieranten attraktiv sein würde. Es hätte gut sein können, dass viele erst einmal abwarteten, ob sich ein dritter Wochenmarkt am Ammersee-Westufer etablieren kann. Zum Glück hat Marktleiter Peter Kaun als Veranstalter des Dießener Viktualienmarktes beste Kontakte. Die hat er offensichtlich geschickt genutzt, damit schon bei der Premiere unseres Wochenmarktes genug Anbieter ihre Stände zwischen Bahnhof und Feuerwehr aufstellten.

Angeboten wurden Obst und Gemüse, Fleisch und Wurst, Käse, Olivenöl und Wein, Kaffee und Kuchen. Alles von Anbietern aus der Region, und vieles davon in Bioqualität. Auch „unser“ Fischheini ist auf dem Schondorfer Wochenmarkt mit dabei, und natürlich Organisator Kaun mit den Grillhähnchen von seiner Markt Rotisserie. Es gab also von Anfang an ein rundes Angebot, wie man es sich auf einem Viktualienmarkt wünscht.

Einkaufen und ratschen

Bei der Premiere waren nicht nur die Anbieter, sondern auch die Kunden zahlreich vertreten. Da hat sicher der Neuheiteneffekt mit eine Rolle gespielt. Viele (mich eingeschlossen) wollten sehen, was es denn nun auf dem Markt gibt und wen man dort trifft. Zum Glück für die Händler wurde nicht nur geguckt, sondern auch gekauft. Die meisten Leute verließen den Dorfmarkt mit gut gefüllten Körben und Taschen, die werden vermutlich wieder kommen. Praktisch alle, mit denen ich gesprochen habe, waren sehr zufrieden mit dem Angebot und auch mit der Lage am Bahnhof. Es ist ja schon praktisch, dass man das, was es nicht auf dem Markt gibt, gleich nebenan beim Edeka kaufen kann.

Natürlich könnte man auch gleich seine ganzen Einkäufe im Supermarkt erledigen, aber das ist einfach nicht das gleiche Erlebnis. Auf dem Wochenmarkt ist es entspannter, man kann mit den Marktleuten plaudern, Freunde treffen, und zusammen einen Kaffee trinken.

Alles perfekt?

Damit wäre ich dann auch schon bei meinen wenigen Kritikpunkten. Der Kaffee auf dem Markt war in Ordnung, der Schoko-Chili-Kuchen sogar hervorragend (richtig feurig im Abgang). Ich bin aber nun mal leidenschaftlicher Espressotrinker. Moderne Kaffeevollautomaten können zwar vieles, aber eben keinen richtigen Espresso. Der braucht eine ordentliche Siebträgermaschine, beste Bohnen und einen kundigen Barista (die drei M der Cafezubereitung). Vielleicht liest hier ja jemand von Bohne 37 (http://www.bohne37.de) mit. Wollt ihr nicht nächsten Freitag eure Espresso-Ape nach Schondorf bringen? Einfach mal probeweise?

Auch verkehrstechnisch gibt es noch Verbesserungspotential. Es ist ja toll, dass der Schondorfer Dorfmarkt Bahnanschluss hat, eine Buslinie quer durch die Marktstände hätte es nicht gebraucht. Zweimal musste Marktleiter Kaun den Verkehrspolizisten spielen, und große Linienbusse zwischen den Ständen hindurchlotsen. Ich hatte es eigentlich so verstanden, dass während des Markttages die Busse auf der Uttingerstraße statt vor dem Bahnhof halten. Vielleicht hatte sich das unter den Busfahrern noch nicht herumgesprochen.

Und welche Anregungen habt ihr noch für unseren Wochenmarkt, liebe Leserinnen und Leser?

Dorfmarkt Schondorf

jeweils Freitags, 14:00 bis 19:00 Uhr
Am Bahnhof Schondorf

„Wir sehen uns auf dem Wochenmarkt,“ sagt der Fisch-Heini

 

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