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Mir hat geträumt

Sammersee Benefiz Festival 2018

zu viel

Mir hat geträumt: In München haben sich nach dem Oktoberfest Anwohner mit einem Brief an die Stadt beschwert. Privatgrundstücke wurden betreten und teilweise als Toiletten benutzt. Viele Flaschen wurden abgestellt und teilweise zerschlagen. Die Anwohner seien von Wiesnbesuchern bis 4 Uhr früh belagert worden, wird in dem Schreiben geklagt. Die Stadt reagiert sofort auf diesen Protest. In einer Bannmeile um die Theresienwiese gilt zum Oktoberfest ein striktes Alkoholverbot. Als weitergehenden Schritt kann sich der Bürgermeister vorstellen, dieses Areal während der Wiesn ganz zu sperren. Denkbar ist auch eine von den Wiesnwirten bezahlte eigene Security. Die patrouilliert dann außerhalb der Theresienwiese und sorgt dort für Ruhe und Ordnung. Der zweite Bürgermeister meint: „Das Oktoberfest muss wieder schrumpfen.“ Die Dauer soll auf die Hälfte reduziert werden. Außerdem überlegt man, die Wiesn an einen anderen Ort zu verlegen, vielleicht nach Ramersdorf.

Da bin ich aufgewacht.

Sammersee Beschwerden

Ich habe mich gewundert, wo so ein blöder Traum herkommt. Dann ist es mir wieder eingefallen. Ich hatte vor dem Schlafen noch einen Artikel im Landsberger Tagblatt gelesen: Sammersee-Festival – Die Anwohner gehen auf die Barrikaden https://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Sammersee-Festival-Die-Anwohner-gehen-auf-die-Barrikaden-id52852906.html

Von einigen Anwohnern gab es nach dem heurigen Sammersee Beschwerden. Diese wurden in der letzten Gemeinderatssitzung behandelt, und jetzt überlegt man genau die oben aufgezählten Konsequenzen. Man muss in meinem Traum nur „München“ durch „Schondorf“, und „Oktoberfest“ durch „Sammersee“ ersetzen. Dann entspricht diese, auf den ersten Blick irrwitzige, Geschichte plötzlich den Tatsachen.

Oansno auf dem Sammersee Festival 2018

Oktoberfest wird nicht verkürzt

Also keine Sorge, liebe Leserinnen und Leser, das Oktoberfest findet auch 2019 wie gewohnt statt. Die Betreiber wissen um ihre Bedeutung als Wirtschaftsfaktor, die Stadt drangsaliert sie nicht mit allzu strengen Auflagen. Die Wiesnwirte haben Geld, Macht und eine starke Lobby.

Die Sammersee-Macher haben das nicht. Sie sind keine professionellen Wirte, sondern organisieren das Festival ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Das machen sie meiner Meinung nach ganz hervorragend. Ich bin wirklich ein Fan dieser Veranstaltung (siehe Super Sammersee 2018). Die Stimmung ist dort fröhlich und entspannt, alle gehen nett miteinander um, und ich habe auf dem Festival noch nie eine Auseinandersetzung erlebt.

Auch mit dem Drumherum habe ich keine Probleme. Ich wohne Luftlinie ungefähr 300 Meter vom Festivalgelände, da kriege ich schon mit, wie das Ganze abläuft. Habe ich schon weggeworfene Flaschen in meinem Garten gefunden? Ja, und wahrscheinlich hat mir auch schon mal jemand in die Hecke gepinkelt. Das ist nicht schön, aber es ist nicht schlimmer, als an jedem anderen Wochenende im Sommer.

Musik und Gelächter

Es stimmt auch, dass ich die Musik auf meinem Balkon hören kann, und dass auf der Straße mehr als üblich gelacht, gesungen und gequatscht wird. Mich stört das nicht, denn es sind ja nur zwei Abende im Jahr. Wenn mir das schon zuviel Lebendigkeit wäre, hätte ich mir besser eine Wohnung neben dem Friedhof gesucht.

Aber das ist natürlich nur meine Einschätzung. Vielleicht erleben andere Anwohner das anders. Es würde mich interessieren, wie ihr das Sammersee Open Air wahrnehmt. Hattet ihr schon Ärger mit den Festivalbesuchern? Wie sind eure Erfahrungen? Ich freue mich auf eure Kommentare.

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