Die Ideen für das Bürgerbudget 2021 sind eingereicht und ab 9. Oktober kann man diese Schondorfer Ideensammlung in der Wartehalle des Bahnhofs besichtigen. Dort liegen auch Stimmzettel aus, mit denen man für die vorgestellten Projekte abstimmen kann.
Bis zum 30. September konnten Vorschläge für das diesjährige Bürgerbudget eingereicht werden (Ja, is‘ denn schon Bürgerbudget?). Den Preis der größten Schlafmütze habe ich gewonnen. Ich habe meine Idee tatsächlich erst am späten Abend des 30. an das Organisationsteam geschickt. Dazu später noch mehr.
Präsentation in der Bahnhofshalle
Auch in der dritten Auflage haben die Ideen für Schondorf die Menschen wieder zu vielen originellen Vorschlägen angeregt. Einen Überblick gibt es auf der Website https://www.schondorf-ammersee.de/rathaus-verwaltung/ideen-fuer-schondorf/projekte-2021/22
Vom 9. Oktober an werden die elf eingereichten Ideen auf Schautafeln in der Wartehalle des Bahnhofs vorgestellt. Ab 14:00 Uhr sind an diesem Tag auch die Patinnen und Paten der jeweiligen Projekte anwesend. Eine gute Gelegenheit, um mehr über diese Schondorfer Ideensammlung für das Bürgerbudget zu erfahren. Die Schautafeln bleiben dann bis Ende Oktober stehen.
Im Bahnhof liegen auch die Stimmkarten aus, mit denen man über die eingereichten Projekte abstimmen kann. Aus der Anzahl der jeweiligen Stimmen ergibt sich die Reihenfolge der Projekte die gefördert werden, bis das Budget von € 10.000 aufgebraucht ist. Formell muss das natürlich der Gemeinderat entscheiden, aber der hat sich in den letzten Jahren immer an die Ergebnisse der Abstimmung gehalten.
Vom Ratschbankl bis zur Samenbibliothek
Ich sehe jetzt schon, dass ich mich mit der Wahl schwertun werde. In der Schondorfer Ideensammlung sind einfach zu viele Vorschläge, die mir gut gefallen. Spontan begeistert hat mich die Idee einer Himmelsliege in der Seeanlage. So eine gemütliche Ruheliege um ganz entspannt auf den Himmel und den Ammersee zu schauen, das stelle ich mir sehr schön vor.
Allerdings konkurriert bei mir die Himmelsliege mit dem Bilderatlas Schondorfer Bäume, der Samenbibliothek, dem Ratschbankl oder der Sanierung der Grundrisse der Villa Rustica am Badeplatz. Bei letzterem bin ich allerdings nicht ganz neutral. Die Sanierung wurde vom Schondorfer Kreis vorgeschlagen, bei dem ich Mitglied bin (http://schondorfer-kreis.de/).
Eine Idee mit vielen Vätern
Und dann gibt es da noch mein eigenes Projekt, das ich buchstäblich in letzter Minute noch eingereicht habe. Es geht dabei um eine Kampagne für freiwilliges Tempo 30 in Schondorf. Dazu muss ich allerdings sagen, dass die Idee ursprünglich nicht von mir ist. Der Vorschlag kommt aus dem Bürgerworkshop zur Gestaltung der Staatsstraße, und stammt aus der Arbeitsgruppe, in der ich zusammen mit Manuel Hiermeyer, Manfred Huber, Rainer Jünger, Nico Rasp und Richard Rastgooy war. Die Idee hat also viele Väter.
Der Grafiker Oliver Jünger war so nett, für die Kampagne ein Logo zu entwerfen und hat es der Initiative zur Verfügung gestellt. Ich bin mal gespannt wie das Projekt abschneidet, wie viele in Schondorf bereit wären, den Fuß etwas vom Gas zu nehmen um den Verkehr sicherer, umweltfreundlicher und leiser zu machen.
Nachdem ich in den letzten beiden Jahren beim Bürgerbudget jeweils auf dem letzten Platz gelandet bin, kann es eigentlich nur aufwärts gehen.

