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Kandidaten im Persönlichkeitstest

Die beiden Bürgermeisterkandidaten in Schondorf: Louisa Brückl (Grüne) und Gunther Hofmann (CSU)

Die beiden Bürgermeisterkandidaten in Schondorf

Heute geht es noch einmal um die Kommunalwahl am 8. März. Thema ist diesmal nicht meine eigene Kandidatur zur Gemeinderatswahl, sondern das Duell, das die Wähler viel mehr beschäftigt: Wer sitzt zukünftig auf dem Chefsessel im Rathaus? Wir werfen einen Blick auf die beiden Bürgermeisterkandidaten in Schondorf.

Zur Wahl stehen die Grünenpolitikerin Louisa Brückl (https://ov-schondorf.gruene-ll.de/louisa-brueckl/) und Gunther Hofmann (https://www.hofmann-gunther.de/) von der CSU. Dank zahlreicher Plakate auf den Straßen und Broschüren in den Briefkästen kennen wir inzwischen ihre politischen Überzeugungen und Ziele. Mich interessiert aber auch die menschliche Seite der beiden Kandidaten. Deshalb habe ich sie zu einem – nicht ganz tierisch ernstem – Persönlichkeitstest eingeladen. Netterweise haben beide spontan zugesagt und die untenstehenden Fragen beantwortet. Auf zum großen Seelen-Striptease.

Die Politiker als Menschen

Über ihre Positionen zu Wirtschafts-, Wohnungs-, Verkehrs- oder Umweltpolitik wissen wir von den beiden Kandidaten schon einiges. Reden wir jetzt also mal über Inspirationen, Hobbys und Jugendsünden.

Eine Person aus der Politik, die mich bis heute inspiriert.

Louisa Brückl:
Mich haben viele Menschen inspiriert. Um eine zu wählen: Elisabeth Selbert. Sie ist für den wichtigen Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ in unserem Grundgesetz verantwortlich. Die Selbstverständlichkeit mit der Elisabeth Selbert schon damals über Gleichberechtigung gesprochen hat, inspiriert mich und ist Vorbild für mich. Insbesondere dann, wenn mal wieder offensichtlich wird, dass wir auch heute, über 70 Jahre später, nur teilweise weitergekommen sind.

Gunther Hofmann:
Richard von Weizsäcker, international hochgeschätzter Bundespräsident zur Zeit der Deutschen Wiedervereinigung.

Welches Buch bei mir gerade auf dem Nachttisch liegt und warum man es lesen sollte.

Louisa Brückl:
Da ist ein ganzer Stapel und ganz oben liegt „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“ von Saša Stanišić. Lesenswert für alle, die Bücher nicht nur wegen des Inhalts lesen, sondern auch wegen der Art, wie sie geschrieben sind.

Gunther Hofmann:
„Das Versagen: eine investigative Geschichte der Deutschen Russland Politik“. Entlarvung der Ziele Putins: Errichtung einer Sowjetunion 2.0.

Der Moment, als ich mich entschieden habe, politisch aktiv zu werden.

Louisa Brückl:
Die Wiederwahl Trumps 2024.

Gunther Hofmann:
Deutscher Herbst 1977: Bekenntnis zur Schaffung einer wehrhaften Demokratie.

Wann ich zuletzt meine Meinung geändert habe, und warum.

Louisa Brückl:
Ich bin offen und zugänglich für gute Argumente. Ein konkretes Beispiel, wann ich zum letzten Mal meine Meinung geändert habe, fällt mir gerade nicht ein.

Gunther Hofmann:
Im Winter jeden Morgen: Eigentlich will ich nicht in den Ammersee! Und dann: ich kann’s einfach nicht lassen.

Gunther Hofmann beim Winterbaden

Eine Jugendsünde, die mir heute etwas peinlich ist.

Louisa Brückl:
Ich habe mal mit einem Klassenkameraden um einen Kasten Bier gewettet, dass Schalke 04 Meister wird. Das Peinliche daran ist, dass ich als Münchnerin auch wirklich wollte, dass sie gewinnen, einfach nur, weil ich damals ein großer Manuel Neuer Fan war.

Gunther Hofmann:
Tintentod im Zwischenzeugnis, Jahrgang 7: wenigstens ein „Vierer“ weniger. Ging völlig schief.

Ein Hobby von mir, das manche überraschen mag.

Louisa Brückl:
Ich fahre Motorrad – eine 1000 Kubik Maschine, Stricken kann ich leider nicht wirklich 😉

Gunther Hofmann:
Märchenerfinder für Kinder.

Unterwegs auf der Suzuki Enduro

Raus aus der Komfortzone

Im zweiten Teil der Fragen müssen die Bürgermeisterkandidaten in Schondorf raus aus der Komfortzone. Kein vorsichtiges Abwägen und kein sowohl-als-auch. Hier gelten nur klare Entscheidungen.

FC Bayern oder Sechziger?

Louisa Brückl:
Sechzger. Ich habe einige schöne Erinnerungen im Grünwalder Stadion mit meinem Papa. Der Papa war aber immer Bayern Fan, vielleicht war das auch ein bisschen Teenie Rebellion.

Gunther Hofmann:
1860 München, seit der Schülermannschaft. Wer seine Schulzeit in München-Giesing verbracht und gerne Fußball gespielt hat, ist „Sechziger“.

Weißwurst zuzeln oder schneiden?

Louisa Brückl:
Schneiden. Zuzeln ist mehr die Generation meines Opas.

Gunther Hofmann:
Die Wurst wird geschnitten. Ein Chirurg hat einen sehr hohen hygienischen Anspruch.

Rennrad oder Lastenrad?

Louisa Brückl:
Rennrad – oder mit Hänger, wenn mit Kind unterwegs. In der Garage steht das Rennrad und das E-Bike mit Hänger. Lastenrad finde ich unpraktisch.

Gunther Hofmann:
Rennrad ist nur Sport, Langstrecken-Fahrradfahren über Tage und Wochen bietet körperliche Herausforderung und ultimative Natur- und Kulturerlebnisse zusammen.

Eine Kombination aus Lasten- und Sportrad

Bierzelt oder Cocktailbar?

Louisa Brückl:
Bierzelt, obwohl ich früher auch sehr gerne ins Schumanns gegangen bin.

Gunther Hofmann:
Bierzelt bietet mehr authentisches Erleben von Menschen.

Beim Wandern in Cornwall

Excel-Tabelle oder Bauchgefühl?

Louisa Brückl:
Beides, nur wenn ich mich wirklich entscheiden muss, dann eher Excel.

Gunther Hofmann:
Excel-Tabelle. Ein Naturwissenschaftler stützt seine Entscheidungen eher auf Fakten als auf Gefühle.

Bayreuth oder Wacken?

Louisa Brückl:
Bayreuth – war ich noch nie, steht aber definitiv auf meiner Agenda.

Gunther Hofmann:

Gunther Hofmann auf der Bühne: Ganz klar eher Wacken als Bayreuth

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte: Traditioneller Abschlussabend eines jährlich stattfindenden Operationskurses im Objekt 5 in Halle/Saale. Motto: Chirurgen können beides, hart arbeiten und ausgelassen feiern!

Podiumsdiskussion am 22. Februar

Haben wir nun neue Seiten an Louisa Brückl und Gunter Hofmann entdeckt, die wir bislang nicht kannten? Ich denke schon. Für mich war das beispielsweise die Erkenntnis, dass beide trotz aller Ernsthaftigkeit genug Humor haben, um bei einem solchen Spielchen mitzumachen. Außerdem wissen wir jetzt, dass zukünftig in jedem Fall ein Sechzger-Fan auf dem Bürgermeistersessel sitzt, und wir sie oder ihn eher im Bierzelt als in der Cocktailbar treffen können.

Wer die beiden Bürgermeisterkandidaten in Schondorf noch besser kennenlernen will, hat dazu am kommenden Sonntag, 22. Februar Gelegenheit. Ab 16:00 Uhr treffen die beiden im Shiro Sushi bei einer Podiumsdiskussion aufeinander. Dass es dabei sportlich und fair abgeht, dafür sorgt Moderator Stefan Braunschweig, Vorstand des TSV Schondorf.

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