Welche Mittel gegen Schnaken helfen

Auch wenn ich weit davon entfernt bin von einer Plage zu sprechen, Mücken gibt es nun mal am Ammersee. Ich bin zwar gegen den großflächigen Einsatz von Insektiziden, lasse mich aber auch nicht gerne stechen. Hier ein paar meiner Erfahrungen, welche Mittel gegen Schnaken helfen.

Fliegengitter vor dem Fenster

Fliegengitter sind ein hervorragendes Mittel gegen Stechmücken
Mit Fliegengittern hat man wenigstens drinnen Ruhe vor lästigen Mücken.

Am Schlimmsten finde ich die Schnaken im Haus. Furchtbar, wenn man versucht einzuschlafen und das Summen der angriffsbereiten Viecher über der Bettdecke hört.

Deshalb haben wir, als wir an den Ammersee gezogen sind, an vielen Fenstern Mückengitter eingebaut. Im Nachhinein betrachtet, war das eine der besten Investitionen überhaupt. Handwerklich bin ich nicht besonders geschickt, deshalb habe ich den Einbau der Firma Weingartner (https://www.weingartner.de) aus Eching überlassen. Die haben das sehr sorgfältig gemacht und die Schieberahmen und Rollos funktionieren immer noch einwandfrei. So haben wir wenigstens einen sicheren Rückzugsort, wenn die Blutsauger draußen besonders lästig sind.

Insektensprays

Drinnen haben wir also Ruhe, aber im Sommer mag man natürlich auch hinaus gehen. Gerade in der Morgen- und Abenddämmerung sind die kleinen Quälgeister recht aktiv. Bei den konventionellen Insektenschutzmitteln wie Autan bin ich skeptisch. Diese basieren fast alle entweder auf Icaridrin oder DEET (Diäthyltoluamid). Es ist noch nicht ganz klar, welche Auswirkungen diese Stoffe langfristig auf die Natur haben. Das gilt auch für das manchmal als Wundermittel angepriesene Bti (Wissenschaft und Wirtschaft).

Zedan Mittel gegen Stechmücken

Ein sehr wirksames natürliches Mittel gegen Schnaken hat mir – wenn ich mich richtig erinnere – Alexandra Klotz (http://www.alexandra-klotz.de/) vor Jahren empfohlen. Man verrührt etwa einen Teelöffel Neemöl (gibt es in der Apotheke) in ganz gewöhnlichem Kokosfett. Damit creme ich mich ein, wenn draußen ein größerer Mückenschwarm lauert. Funktioniert bei mir sehr gut, allerdings hält die Wirkung nicht so lange wie bei den chemischen Schutzmitteln. Etwa alle halbe Stunde muss man wieder etwas von der Mischung auftragen. Ich habe im Sommer also nie eine trockene Haut.

Eine zweite Möglichkeit ist Zedan-Öl. Das riecht recht angenehm nach Zedern, hat bei mir aber nicht die Abschreckungswirkung des Neemöls. Als Vorsichtsmaßnahme an einem normalen Tag ist es okay, an feuchten Abenden oder kurz vor einem Gewitter gönne ich mir lieber mein Kokosfettgemisch.

Der Komplettschutz

Imkerjacke gegen Mücken

Ein bisschen wird man natürlich trotz der Repellents gestochen. Wer bei Mückenwetter schweißtreibende Arbeit im Freien, zum Beispiel im Garten verrichtet, wird mit den Mückensprays alleine nicht froh.

Zuverlässigeren Schutz bietet hier eine Imkerjacke. Ich kannte das noch nicht und habe das heuer erstmals bei Annunciata Foresti in Dießen gesehen. Die arbeitet sehr fleißig in ihrem zauberhaften Garten neben dem Stellwerk (http://www.kunst-im-stellwerk.de/) und ist mit der Schutzwirkung der Jacke höchst zufrieden. Für das Photo oben habe ich mir die Jacke von ihr ausgeliehen. Ich fand sie erstaunlich leicht und gar nicht so unangenehm zu tragen. Wie gut die Imkerjacke schützt, konnte ich nicht ausprobieren, weil natürlich genau an dem Tag keine Mücken in der Nähe waren.

Räucherstäbchen und Kerzen

Weihrauchpflanze
Weihrauch: Sieht zumindest hübsch aus.

Es gibt eine Fülle von angeblich todsicher wirkenden Räuchermethoden. Manche schwören auf Räucherstäbchen oder Citronella-Kerzen, andere verbrennen Basilikum oder Lavendel in kleinen Schalen, und auch Tomaten und Weihrauchpflanzen sollen helfen. Ich habe das meiste davon ausprobiert und keine oder nur eine minimale Wirkung festgestellt. Mag sein, dass das bei anderen Leuten funktioniert, bei mir leider nicht.

Das hat vielleicht auch mit dem persönlichen Empfinden zu tun. Wenn ich dank Räucherkerzen Abends nur zwei statt dreimal gestochen werde, macht das für mich keinen Unterschied. Mathematisch betrachtet ist es aber immerhin eine Verbesserung um ein Drittel.

CO2-Fallen für Insekten

Man muss die Genialität der Natur schon bewundern. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich Mücken hauptsächlich an CO2 orientieren. Alle Säugetiere verströmen beim Ausatmen das Kohlendioxid. Eine höhere Konzentration in der Luft bedeutet also, dass ein Opfer in der Nähe ist. Für die Feinpeilung gehen die Insekten dann nach Körperwärme und spezifischen Duftstoffen. Es ist schon beeindruckend, dass dieses komplexe Sensornetzwerk in einem millimetergroßen Tierchen Platz hat. Selbst die kleinsten technischen CO2 Sensoren auf dem Markt haben nämlich Abmessungen von einigen Zentimetern.

Dieses Wissen um den Spürsinn der Schnaken nutzt man heutzutage, um Mückenfallen zu bauen. Mit einer CO2-Flasche wird unsere Atemluft nachgeahmt und ein Ventilator saugt die angelockten Mücken dann in ein Fangnetz. Diese CO2-Fallen sind nicht ganz billig, die Geräte kosten ab € 250 aufwärts. Selber probiert habe ich es noch nicht, aber im Internet liest man begeisterte Berichte über die Wirksamkeit. Ich behalte das im Hinterkopf für den Fall, dass wir mal eine Mückenplage haben.

6:1 für die Mücken

Fliegenklatsche
Elektrische Fliegenklatsche

Hier noch ein Beispiel, welche originellen Mittel gegen Schnaken sich die Menschen einfallen lassen. Ich habe diese elektrischen Fliegenklatschen erstmals im Strandhaus Eching (http://www.strandhaus-ammersee.de/) gesehen, wo man sie eine Zeit lang an die Gäste verliehen hat.

Die Schläger gibt es auch mit eingebautem Zählwerk. Man kann dann ein Match ausspielen, wer mehr Stechmücken erledigt. Die Wirkung ist aber nicht gerade durchschlagend. Egal wie viele Mücken man erwischt, es kommen doch ständig welche nach. Man fuchtelt mit dem Schläger herum und sieht dabei aus wie Boris Becker unter Drogen. Am Ende holen trotzdem die Stechmücken regelmäßig den Satzgewinn.

Spaß macht es allerdings schon und man hat was zum Lachen. Das ist ja auch schön, weil bei dem ganzen Mückenthema leicht der Humor verloren geht.

Wenn ihr noch andere Tipps habt, wie man sich vor Schnaken schützen kann, freue ich mich auf eure Kommentare.

Kommentare

  1. Die Mücken sind dieses Jahr wirklich lästig. Sobald ich beim Joggen durchs Wäldchen hinterm Landheim stehenbleibe, um aufgegangene Schnürsenkel zu binden z. B., bin ich schlagartig in eine Mückenwolke eingehüllt. Gott sei Dank lassen sie mich in Bewegung in Ruhe.
    Auch in meiner Wohnung sind deutlich mehr Mücken als normal – aber nur solange, bis ich meine Geheimwaffen zücke:
    Im Schlafzimmer ein winziges Gerät mit Hochfrequenzton, das ich in die Steckdose stecke.Die Frequenz lässt sich unterschiedlich stark einstellen, aber auch bei schwächster Einstellung funktioniert es, denn die Mückenweibchen (nur die stechen, hab ich mir sagen lassen), denken bei dem Ton, da sei ein Männchen im Raum und nehmen Reißaus.

    Und im Wohnzimmer benutze ich jeden Abend, sobald ich das Licht einschalte, meine Räucherlampe (ich weiß nicht, wie das Ding richtig heiß): Oberhalb eines Teelichts liegt ein Sieb, auf das ich unterschiedliches Räuchergut gebe. Zur Zeit benutze ich Moschussamen.
    Funktioniert!

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