Ein erfolgreiches Bauvorhaben

Die Bauarbeiten an der Bahnbrücke der Moraschstraße sind prinzipiell schon seit einigen Wochen abgeschlossen (Bist du aber schlank geworden). Nur wegen einiger kleiner Nachbesserungen war sie noch zeitweise gesperrt. Diese Woche erfolgte nun die offizielle Wiedereröffnung der Moraschbrücke. Das geschah mit einem kleinen Festakt mit Vertretern der beteiligten Firmen, Gemeinden und Behörden. Bürgermeister Alexander Herrmann und Greifenbergs 2. Bürgermeister Hagen Adler durchschnitten gemeinsam das Band, das die beiden Orte symbolisch getrennt hatte.

Strahlender Himmel, strahlende Gesichter

Der Himmel lachte an diesem Tag und die Beteiligten strahlten mit der Sonne um die Wette. Dazu hatten sie auch allen Grund. Im Gegensatz zu vielen anderen Bauvorhaben gab es keine langwierigen Verzögerungen, die peinlich erklärt werden mussten, und keine gegenseitigen Schuldzuweisungen. Alles ist nach Plan gelaufen.

Ein Zug der Bayerischen Regiobahn BRB unter der Moraschbrücke in Schondorf am Ammersee
Moderner Zug unter alter Brücke

Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn immerhin führt die Brücke über eine Bahnlinie. Wäre die Strecke letztes Jahr nicht wegen Gleisarbeiten gesperrt gewesen, wäre die Sanierung der Morasch-Brücke sehr schwierig geworden. Einfach war es auch so nicht. Zwar erfolgte auf der Strecke kein regulärer Verkehr, Züge fuhren aber trotzdem. Wir erinnern uns an die vielen Waggons, die für die Gleisarbeiten Baumaterial an- und abtransportierten.

Reibungslose Zusammenarbeit

An der Moraschbrücke musste deshalb ein mobiles Gerüst gebaut werden, das jedes Mal zur Seite gehoben wurde, wenn ein Zug die Stelle passierte. Bei der Feier zur Wiedereröffnung der Moraschbrücke waren Bauamtsleiterin Sophie Lübbeke und Claudia Wenzel vom Tiefbauamt der Gemeinde voll des Lobes für die Projektpartner. Man konnte heraushören, dass sie von der reibungslosen Zusammenarbeit mit der Bahn nachträglich noch überrascht waren.

Schondorfs Bürgermeister bei der Wiedereröffnung der MoraschbrückeWiedereröffnung der Moraschbrücke
Bürgermeister Alexander Herrmann, Bauamtsleiterin Sophie Lübbeke und Claudia Wenzel vom Tiefbauamt

Auch die Behörden legten dem Projekt keine Steine in den Weg. Das hätte durchaus sein können, denn immerhin handelt es sich um ein historisches Bauwerk, das noch dazu im Landschaftsschutzgebiet liegt. Erfreulicherweise zogen auch Naturschutzbehörde und Denkmalamt mit.

Historische Aufnahme aus Schondorf: Die Moraschbrücke über der Bahnlinie Augsburg – Schongau
Historische Aufnahme der Moraschbrücke (Quelle: Fam. Davidoff)

Mehr noch, die Denkmalschützer waren von der Sanierung der Moraschbrücke so angetan, dass das Bauwerk inzwischen im bayerischen Denkmalatlas zu finden ist: https://geoportal.bayern.de/denkmalatlas/

Wiedereröffnung der Moraschbrücke

Wie gesagt, rundum strahlende Gesichter bei der Wiedereröffnung der Moraschbrücke. Ich habe mich natürlich auch gefreut, denn jetzt kann ich den schönen Fußweg entlang der Bahn und über die Schlosswiesenbrücke nach Greifenberg wieder benutzen (Greifenberg ist wieder erreichbar). Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass unser Bauamt die Sanierung der Bahnhofstraße genauso gut hinkriegt. Ich bin optimistisch.

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