Schondorf tritt in die Pedale

Beim Stadtradeln 2018 (1. bis 21. Juli) hat Schondorf richtig kräftig in die Pedale getreten. So viele Kilometer wie heuer, haben wir noch nie gesammelt. Bei diesem Wettbewerb geht es darum, in drei Wochen möglichst oft mit dem Fahrrad, statt mit dem Auto zu fahren. Wie das genau funktioniert habe ich bei „Unsportliche Radfahrer gesucht“ schon erklärt, und man kann es auch auf der offiziellen Website nachlesen: https://www.stadtradeln.de/

2017 kamen unsere Teilnehmer auf insgesamt 13.445 km. Heuer haben die Schondorfer Radler ordentlich zugelegt und die gefahrene Strecke mehr als verdoppelt: 218 Aktive erradelten in den drei Wochen 27.033 km. Damit sind wir jetzt auf Platz 35 von 863 teilnehmenden Kommunen. Einige Gemeinden sind noch beim Radeln, da können wir noch etwas zurück rutschen. Es sieht aber gut aus, dass wir am Ende zu den obersten 5% der aktivsten Stadtradeln-Gemeinden gehören.

Konkurrent Utting

Utting lag 2017 mit 27.533 km, wie auch in den vergangenen Jahren, vor uns. Dummerweise (bzw. erfreulicherweise) haben nicht nur wir, sondern auch die Uttinger sich noch einmal verbessert. Mit 37.814 km haben sie im Vergleich der Ammerseegemeinden wieder die Nase vorn. Sie liegen in der Gesamtwertung aktuell auf Platz 25. 2019 Jahr geht das Duell in die nächste Runde.

209 Schondorfer Teilnehmer beim Stadtradeln 2018
218 Schondorfer Teilnehmer haben beim Stadtradeln 2018 mitgemacht (Das Photo stammt allerdings von der BR Radltour)

Die Schondorfer Teams

An dieser Stelle vielen Dank an die Organisatoren Barbara Freier und Herbert Thalhofer. Ohne deren Einsatz hätten nicht 218 Leute beim Stadtradeln 2018 mitgemacht. Diese 218 Schondorfer Teilnehmer traten in 12 Teams an. Ein Gewinn für uns war, dass Franco Santoro mit seiner Radsportwerkstatt (http://radsportwerkstatt.com/) Anfang des Jahres nach Schondorf gezogen ist, und mit seiner Mannschaft für uns fuhr. Wie es sich für Rennradfahrer gehört, spulte jeder der Drei im Schnitt gut 600 km herunter, und so brachten sie 1.916 km auf das Konto.

Ähnlich tüchtig waren die zehn Radler vom MTB Team CM-Elektro. Auch sie haben den Juli anscheinend ausschließlich auf dem Rad verbracht. Anders kann ich mir eine Kilometerleistung von 4.957 km kaum erklären.

Das Kinderhaus Schondorf zeigte dagegen, dass man gar nicht Monsterstrecken fahren muss, um vorne mit dabei zu sein. Etwa 2,5 km fuhr jeder Teilnehmer pro Tag. Da aber 71 Eltern und Kinder mitmachten, kamen am Ende stolze 3.556 km heraus.

Mit 8707 km fuhren die 33 Teilnehmer des Offenen Teams Schondorf die größte Gesamtstrecke. Ein ordentlicher Teil davon geht auf das Konto von Bernhard Schulze. Der machte während des Stadtradelns nämlich eine Urlaubsfahrt von Schondorf nach Schwerin (Warnemünde, wie ich inzwischen gelernt habe) – mit dem Rad, versteht sich.

131 ehrliche Kilometer

Stadtradeln 2018Letztes Jahr konnte ich mit 203 km noch stolz behaupten: Stadtradeln ein voller Erfolg. Heuer fiel meine Bilanz dagegen sehr überschaubar aus. Ganze 131 km hatte ich am Ende in mein Fahrtenbuch eingetragen. Ich kann es mir nur dadurch schönreden, dass es lauter „ehrliche“ Kilometer waren. Kein einziges Mal bin ich nur zum Spaß am Ammersee herumgefahren. Die Kilometer sammelte ich beim Einkaufen, bei Arztterminen, oder bei Besuchen bei Freunden. Das waren lauter Strecken, bei denen ich bewusst das Auto stehen gelassen habe, und statt dessen mit dem Rad gefahren bin. Ich habe dabei wieder einmal festgestellt, wie schön das Radfahren am Ammersee ist. Man spart sich die nervige Parkplatzsuche, und ist auf kurzen Strecken kaum langsamer als mit dem Auto.

Wie waren eure Erfahrungen mit dem Stadtradeln 2018? Schreibt doch einen Kommentar, ob es euch gefallen hat.

Kommentare

  1. Bernhard Schulze

    Hallo!

    Danke für die Erwähnung. War eine tolle Tour entlang der alten deutsch-deutschen Grenze. Ging übrigens bis Warnemünde (Ferienwohnung 500 m vom Meer entfernt) mit insgesamt 1.500 km.

    Dass immer mehr mit dem Rad fahren finde ich super! Vieles geht auch komplett ohne Auto. Wir haben, nachdem wir das letzte vor 6 Jahren verschrottet haben, aktuell kein Auto mehr. Alles zu Fuß, Rad, Inline und ÖPNV. Macht nicht nur Spaß, ist auch preiswerter und hält fit 😉

    Bis zum nöchsten Stadtradeln!

    • Leopold Ploner

      Respekt. Ich bin ja selber mehr Fußgänger als Radfahrer, stelle es mir aber schwierig vor, ganz ohne Auto auszukommen. Zugegeben, die Bequemlichkeit spielt da auch eine große Rolle.

  2. Dieses Jahr nicht mitgestadtradelt. Warum?
    Wir stadtradeln, wir demonstrieren …seit Jahren.
    Ohne jegliche Fortschritte, was die Radwege in der Region betrifft. Für mich schmeckt das nur noch nach „verordnetem Alibi“….

    • Leopold Ploner

      Ich sehe das umgekehrt. Das Stadtradeln ist eine Möglichkeit für Radfahrer, um mehr Präsenz zu zeigen und dadurch den Druck auf die Politik zu erhöhen, mehr für den Radverkehr zu tun.

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