Strichmännchen

Ab 25. Oktober tut sich wieder was in dem kleinen Skriptorium in der Schondorfer Bahnhofstrasse. Andreas Kloker und Miene Gruber (aka Dr. Mario Milchbrandtweinstättder) zeigen unter dem Titel Ein Strich und Basta Strichzeichnungen. Genauer gesagt, Einstrich-Zeichnungen, also Zeichnungen, die aus jeweils nur einer durchgehenden Linie bestehen.

Dr. Mario Milchbrandtweinstättder

Dustsuccerman von Dr. Mario Milchbrandtweinstättder
Dustsuccerman von Dr. Mario Milchbrandtweinstättder

Wer nun meint, aus einer einzigen Linie könne man nicht besonders viel machen, der kennt nicht die Kalender von Mario Milchbrandtweinstättder, die seit einigen Jahren rund um den Ammersee kursieren. Auf den Kalenderblättern entstehen aus einer durchgehenden Linie ganze Welten und Geschichten. Dr. Milchbrandtweinstättder ist das künstlerische Alter Ego von Miene Gruber, im bürgerlichen Leben Kneipenwirt (Bayerische Brandung in Herrsching) und Rockstar (Gruba).

Strichzeichnung von Andreas KlokerAndreas Kloker (http://www.andreaskloker.de/) nennt die eigenen Zeichnungen bescheiden „Kritzeleien“. Bei ihm verdichtet sich der immer weitergeführte Strich, bis er fast schon zur Fläche wird. Das Ergebnis ist dann – wie immer bei ihm – viel komplexer und durchdachter, als es auf den ersten Blick aussieht.

Was die beiden zu Papier gebracht haben, kann man ab 25. Oktober im Skriptorium sehen. Da die Bilder im Schaufenster im Wochenrythmus wechseln werden, lohnt es sich also, öfters vorbeizuschauen.

Das Skriptorium ist das ehemalige Schondorfer Fremdenverkehrsbüro in der Bahnhofstrasse 38.

Das Skriptorium in Schondorf

Seit einigen Jahren nutzt es Andreas Kloker als Ausstellungsraum. Dazu lädt er immer wieder Kunstschaffende ein, ihre Arbeiten in dem kleinen Häuschen zu präsentieren. Das geht von der Bildhauerei (Ciao Clara) über Literatur (Poesie in der Bahnhofstrasse) bis zu Installationen (Doppelt so alt wie die Hunza).

Vor dem Skriptorium
Vor dem Skriptorium

Ich mag das Skriptorium, weil es so unspektakulär und zugänglich ist. Ganz ohne Schwellenangst kann man jederzeit im Vorbeigehen einen Blick auf die ausgestellte Kunst werfen.

Auch die Einladung zu Ein Strich und Basta ist wohltuend unspektakulär und bescheiden. Kein Kulturjournalist XY und keine Kunsthistorikerin Z halten geschwollene Reden, um dem Publikum zu erklären, was es da eigentlich zu sehen gibt. Man trifft sich einfach um 19:00 Uhr vor dem Häuschen in der Bahnhofstrasse, es werden Getränke gereicht und Musik gibt es vielleicht auch.

Ein Strich und Basta

25. Oktober, 19:00 Uhr
Skriptorium, Bahnhofstrasse 38
Schondorf am Ammersee

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.